Archive for June, 2006

Trilateration – WLAN Ortung

June 14, 2006

CAPS Version 1 beruhte auf einer GPS Ortung. Die Spieler hatten Geräte mit integrierten GPS Empfängern oder externen (Bluetooth) GPS Empfängern. Ideal für Einsätze im Freien, stieß das GPS aber bald an seine Grenzen wenn es um Indoor Szenarien oder Spiele in engen Straßen ging.

Präsentationstechnisch ist es natürlich auch schwierig das Projekt vorzustellen, wenn man GPS verwendet. Also haben wir uns kurzerhand dazu entschlossen für das Weltweite Finale eine alternative Ortung zu testen.

Die Lösung all unserer Probleme soll WLAN sein. (Ok, eventuell leicht übertrieben, aber ein Versuch ist es Wert.) Ich hatte bereits etwas Erfahrung mit Nutzung von WLAN Elementen in Context-sensitiven Umgebungen (Cawar-Locator Prototyp), allerdings damals lag der Fokus auf die Serverseitige Ortung des Users (keine Client Programme) und wurde grob anhand des aktuell eingebuchten Access Points ermittelt.

Trilaterion BildFür CAPS eignet sich ein solch grobes System nicht, auf der anderen Seite können wir aber ruhig Client-seitige Programme einsetzen. Der erste Versuch, den wir starten werden, beruht auf die Signalstärke einer Reihe von Access Points, die der Client sieht. Zur Ortung müssen es mindestens drei (idealerweise werden wir 4-5 einsetzen) Access Points sein, deren Signalstärken über Trilateration (nicht zu Verwechseln mit Triangulation, welches anhand einer Reihe von Winkelangaben die Position bestimmt) eine Schätzung über die aktuelle Position im Verhältnis zu den Access Points geben.

Erste Tests haben stabile Signalstärken gegeben. Das heißt wir müssen uns nicht so sehr um die Schwankung der Werte (wie beim GPS) kümmern, aber ich vermute, dass wir mit dem Problem der Genauigkeit kämpfen müssen. Die Signalstärken erhalten wir als Integer Wert in Decibel. Wenn ich neben dem Access Point messe, erhalte ich -13db, etwas weiter weg (~5m, durch eine Wand) sind es schon -51db. Es wird sich herausstellen, wenn ich einige APs in einem Raum aufstelle, ob die Auflösung der Signalstärke für eine Positionsbestimmung +/- 0,5m ausreicht. Das würde für die meisten CAPS Spiele ausreichen.

Morgen ist leider ein Feiertag, das heißt ich kann keine APs kaufen, werde mich also morgen ganz den Studien (und den anstehenden Prüfungen) widmen und am Freitag die WLAN Ortung weiterausbauen. Mehr gibt’s also am Freitag!

NB: In meiner Wohnung hat es zur Zeit ~25.5 Grad Celsius. Wenn das so weiter geht, entwickle ich CAPS im Freibad!

Artikel im derStandard vom 10.07.06

June 10, 2006

Folgendes war heute im NetBusiness Teil vom “der Standard” zu lesen:

Virtuelle Sportspiele in der realen Welt

Vier junge Österreicher stehen heuer im Finale von Microsofts “Imagine Cup”. Sie wollen mit ihrer Idee PC-Spieler auf die Beine bringen.

Wien – Ein Hindernis, das zu überwinden ist; Bonuspunkte, die einzusammeln sind; ein Spielfeld, auf dem der Gegner besiegt werden soll. In solchen Welten halten sich Jugendliche (und nicht wenige Erwachsene) oft stundenlang täglich auf, ohne dabei einen Fuß vor die Haustür zu setzen – und bewegen sich dabei trotz aller Bewegung auf dem Bildschirm bestenfalls zwischendurch in die Küche, um für Snacknachschub zu sorgen.

Die so geförderte Bewegungslosigkeit zeigt ihre gesundheitlichen Spuren. Was wäre, überlegte eine Gruppe Wiener Studenten, wenn man die intensiven Anreize der virtuellen Spielwelt mithilfe mobiler Geräte in die richtige und damit tatsächlich Bewegung in die Spielwelt tragen würde?

Mit dieser Idee und einer präsentationsfähigen Umsetzung der dazu nötigen Software schafften Corina Dobrea von der WU Wien sowie Alexander Duggleby und Keng Ly von der TU Wien den Sprung in das Finale des weltweiten Microsoft Imagine Cup im August in Delhi, Indien. Noch ein weiterer Österreicher, Andreas Tomek (TU Wien), im Vorjahr weltweit Dritter im Wettbewerbsfeld IT, kam erneut in die Schlussrunde.

50 Teams am Start

“Stell dir eine Welt vor, in der uns Technologie hilft ein gesünderes Leben zu führen”, ist das Thema des diesjährigen Programmierwettbewerbs von Microsoft, der in sechs verschiedenen Kategorien stattfindet. Das “CAPS” getaufte heimische Siegerprojekt für die Teilnahme in Delhi arbeitet mit Smartphones und GPS-Systemen, um am Handydisplay und via Kopfhörer die Spielenden zu Aktivität zu animieren. Der Spieler steuert das Spiel nicht durch einen Joystick, sondern durch seine eigene Bewegungen. Zum Beispiel bei einem Hindernislauf, dessen Hürden nur virtuell existieren.

Am Imagine Cup, der heuer zum vierten Mal stattfindet, haben in Österreich insgesamt 200 Studierende teilgenommen; weltweit bewarben sich 65.000 Studenten aus 100 Ländern. In Delhi treten 50 Teams aus aller Welt zum Wettkampf an. Den Gewinnern winken Preisgelder in Gesamthöhe von 200.000 Dollar – und das Interesse der Investor- und Entwicklercommunity. (spu)

Website Update

June 8, 2006

Jetzt ist das nationale Finale rund zwei Wochen her. Wir haben in dieser Zeit erstmal alles nachgeholt was wir vernachlässigt hatten, uns etwas ausgeruht und es geschafft die Website endlich aufzuräumen und ein ordentliches Design zu geben. Zu sehen unter http://www.mycaps.at. Der Blog wird vorraussichtlich hier bleiben und dann in die Website integriert.

Nun was jetzt. Also mit neuen Kräften geht es in Richtung CAPS V2. Wir haben aus den Erfahrungen und aus dem nationalen Finale vieles an Tipps und Verbesserungen mitgenommen. Die gilt es jetzt in ein Konzept zu gießen und einem Zeitplan zu unterwerfen. Es sind ja immer nur mehr 8 Wochen.

Was müssen wir schaffen?
1. Die Problemstellen der jetzigen Architektur überarbeiten.
2. Die Positionierung von GPS auf Wlan Ortung umstellen.
3. Blocks (unser Prototypspiel) komplett fertigstellen.
4. Zumindest ein Blocks Spiel in einer Halle veranstalten.

Was wollen wir schaffen?
1. Ein weiteres Spiel unter Verwendung unseres generischen Clients. (Dazu gibt’s ein andermal mehr Infos.)
2. Mehrere Spiele veranstalten, vielleicht schon unseren Business Case “Corporate Social Responsability” (ein Art Teamtraining für Firmen) anhand einer Testfirma durchführen.

Was wird hoffentlich außerdem passieren?
1. Mehr Medienpräsenz. Das hilft uns natürlich wenn wir Leuten das Projekt vorstellen und um Unterstützung ansuchen.
2. Das Leben geht weiter, Arbeit und Studium müssen bewältigt werden. Prüfungswochen stehen an :)

Nun, genug für heute. Die Woche folgen sicher einige Posts zu den größeren Architekturveränderungen.